Wenn ich mich recht entsinne, habe ich das Praeludium in C-Moll (BWV 999) von Johann Sebastian Bach … Anfang der 1980er Jahre … zur Aufnahmeprüfung und damals noch mit zwei Schlägeln gespielt. Zu dieser Zeit gab es am Osnabrücker Konservatorium nur eine 4-oktavige Marimba, weshalb ich das Stück eine Oktave höher spielen musste. Erst seit Mitte der 1980er Jahre gibt es die heutzutage inzwischen sehr weit verbreitet anzutreffenden fünfoktavigen Marimbas.
Praeludium in C-Moll für Laute von J.S. Bach
Noten » „Praeludium in C-Moll“ (PDF)
Aktuell habe ich für einen meiner Studenten an der „Universität Vechta“ die Noten neu gesetzt und mit einem Schlägelsatz für das Spiel mit vier Mallets versehen. An der Marimba klingt die auf einer ostinaten Figur basierende Komposition (original für Laute) nach wie vor zeitlos grandios und weil die Klangstäbe in der tiefen Lage ja deutlich länger und breiter sind, empfiehlt es sich auf jeden Fall, das Stück mit vier Mallets zu spielen.
Graphik: Vier Mallets
Die beiden Schlägel (= Mallets) in der linken Hand sind mit 1 2 und die in der rechten Hand mit 3 4 angegeben. Siehe die kleine Graphik auf der ersten Notenseite (links oben) im PDF. Ja, es macht immer noch Spaß dieses wunderbare Stück Musik an der Marimba zu spielen.
Mit vier Schlägeln (also zwei in jeder Hand) zu spielen, ist tatsächlich ein großer Sprung im Vergleich zum Spiel mit nur einem Schlägel pro Hand. Besonders in der tiefen Lage ist es damit jedoch wesentlich leichter die Töne zu treffen. Früher war das Spielen mit vier Mallets noch nicht so selbstverständlich wie es heute längst ist. Was sich durch viele neue Kompositionen und dementsprechend an spielerischem Können an diesem Instrument in den letzten Jahrzehnten (seitdem ich Musik studiert habe) alles entwickelt hat, ist wirklich unglaublich faszinierend!
Das musikalische Erbe von „Johann Sebastian Bach“ wird weltweit hoch geschätzt und gepflegt sowie heutzutage mit großer Begeisterung eben auch auf Marimbas gespielt, was in diesem modernen akustischen Gewand ein wohlklingendes Hörerlebnis ist. Darüberhinaus darf man sich dabei gerne vergegenwärtigen, dass diese Musik aus deutschen Landen stammt und einen großen Schatz unserer Kulturgeschichte … auch (noch) in der heutigen Welt … darstellt.





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