Kleinere Intervalle – wie etwa beim DUR-Akkord auf Seite 26 (Quarte und Terz) – finde ich tatsächlich schwerer zu tremolieren als die größeren Intervalle – wie auf Seite 27 (Sexte und Quinte). Bei dieser Variante mit drei 9er-Gruppen pro Intervall und als Übergang zum Intervallwechsel eine wie leicht abgebremst wirkende 6er-Gruppe (weil die Kontrolle der Geschwindigkeit ja auch ein Aspekt des Tremolierens ist) habe ich diesmal nur mit einem C-DUR-Akkord notiert.
Manfred Menke
Die kleine Terz (CEb) beim C-MOLL-Akkord ist noch kniffliger zu spielen. Mit welchem (?) Vier-Schlägel-Griff dies am Besten funktioniert, liegt natürlich auch am Spieler, welcher ja ein gutes Gefühl für die (bzw. mit den) eigenen Hände(n) entwickeln muss.
Tremolo-Übungen (Seite 26-29)
Das Thema ist ja wirklich beinahe uferlos und gleicht einem Fass ohne Boden. Tja, also habe ich auf der Seite 28-29 eine weitere Variante mit anderen rhythmischen Figuren notiert, diesmal in H-Moll (engl. B♮). Mit den Akkordtönen (enge Lage) ergeben sich die Intervalle „Quarte“ und „Terz“ (Seite 28) sowie „Sexte“ und „Quinte“ (Seite 29). Gespielt werden diese jeweils in drei 11er-Gruppen und einer (langsameren, abgebremst wirkenden = Speed Control) 8er-Gruppe zum Intervallwechsel.
Zur Projektseite mit allen „Marimba · Übungen“ (PDF) und weiteren Infos.
Das sollte nicht zwingend metronomisch genau gespielt werden, sondern eher „agogisch“ und fließend. Auch mit drei 12er-Gruppen + 9er-Gruppe als Kombination sind diese Tremolo-Übungen auf den Seiten 26-29 interessant, weil bei einer 12er-Gruppe (siehe Seite 18-19) ja ein Schlägel führt und beim Wechsel über die 9er-Gruppe zum anderen Intervall der andere Schlägel in der Melodiehand die Führung übernimmt. Damit spielen sich die Figuren wieder ganz anders.
Wem das zu langsam ist, kann die Schlagzahl beliebig erhöhen. Routinierte Spieler kommen bestimmt auch mit drei 13er-Gruppen + 10er-Gruppe klar, oder doch nicht? Tja, trotzdem sind etwas langsamere Abfolgen wie etwa mit drei 8er-Gruppen und einer 7er-Gruppe zum Intervallwechsel durchaus sinnvoll und machen (z.B. zum Warmspielen) ebenfalls Laune. Denkt Euch was aus!
Manfred Menke
Je abwechslungsreicher jemand sein individuelles Training gestaltet, umso flexibler und kontrollierter wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Variabilität des Tremolos werden. Es geht ja hauptsächlich um die „Geschwindigkeitskontrolle“ (= Speed Control) beim Tremolieren und auch darum, ob einer (bzw. welcher) der beiden Töne dabei hervorgehoben werden soll.






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