Ein Bericht
Die Resonanz in der lokalen Presse zum Percussion-Festival 2009 fiel recht üppig aus. An drei aufeinanderfolgenden Tagen gab es jeweils einen Artikel zu lesen, indem über das Projekt berichtet wurde.
Zusammengefügt ergibt das fast eine komplette Zeitungsseite, was für ein derartiges Event eine angemessene Berichterstattung ist und im Nachhinein natürlich sehr erfreulich ist.
Wer also nicht dabei sein konnte, bekommt auf diese Weise noch einen guten Einblick in die viertägige Veranstaltung, die vom 21. – 24. Mai 2009 mit vier Konzerten und drei Workshops über Vechtas Bühnen ging.
Es war das zweite Festival dieser Art, mit einer Mischung aus regionalen und international bekannten Künstlern, durch welches die Stadt Vechta – so die Einschätzung von Bürgermeister Uwe Bartels – ein Alleinstellungsmerkmal in der Region bekommt.
Atemberaubendes Schlagzeugspiel
Das diesjährige Highlight war das Konzert im Rathaus mit einem anerkannten „Meister seiner Zunft“: Peter Sadlo plus Via Nova Percussion aus Salzburg.
Neben der Auswahl des Programms mit anspruchsvoller Literatur begeisterte ganz besonders das phantastische Zusammenspiel der fünf Musiker, die über eine virtuose Technik verfügen und zugleich ihr Programm mit souveräner Leichtigkeit meisterten.
Sehr großen Unterhaltungswert hatte das Stück „Head Talk“ von Mark Ford, bei dem sie ausschließlich auf alten Schlagzeugfellen spielten.
Peter Sadlo, der gleich beim ersten Stück inmitten seiner Kollegen auf der Bühne thronte, brillierte mit präzisem und atemberaubend schnellem Spiel. Dabei standen ihm seine ehemaligen Studenten von Via Nova Percussion in nichts nach.
Trommeln und mehr
Am Samstagabend zeigten in der Aula der Hochschule Vechta sieben Ensembles der Kreismusikschule Vechta und der Musikschule Lohne e.V. wie vielseitig Percussion sein kann. Zu Gast war neben dem Luttmer-Duo der Musikschule Neuenkirchen-Vörden auch Mark Kofi Asamoah, der bereits am Nachmittag einen Workshops gegeben hatte und zum Abschluß des Abends noch einmal für Stimmung sorgte.
Akkordeon und Jazz!
Auch etwas Besonderes war das Konzert des Florian Poser Trios mit dem polnischen Akkordeon-Virtuosen Cezary Paciorek im Kreishaus, die mit ihrer reizvollen Instrumentation und vielen brillianten Soli das Publikum verzauberten.
Auf der obligatorischen Basis von Kontrabass und Schlagzeug sorgte die sonst nur selten zu hörende Kombination des jazzig gespielten Akkordeons von Cezary Paciorek und der Klang des Vibraphons von Florian Poser für einen Sound, der sogar den Bayerischen Rundfunk dazu veranlasste, eines der Konzerte dieser Tournee des Quartetts mitzuschneiden.
