Medi * ation

Die Verabreichung eines Medikamentes (··» Medikation) und in einem vollkommen entspannten, ganz natürlichen Zustand (··» Meditation) zu verweilen unterscheidet unsere Sprache mit nur einem einzigen Buchstaben.

Tabletten

Läßt man diesen auch noch weg,
ergibt sich prompt ein neuer Zweck.

» Alles hat einen Sinn! «

Und sogar wenn nichts vorhanden ist, hat gerade das einen ganz besonderen Sinn.

 

* Medi (k, t oder nix) ation

Ein Wort mit kleinen Variationen bringt es auf den Punkt.

··» Medikation «·· Hilfreich bei körperlichen Störungen und ohne weitere Erklärungen verständlich. Die Verabreichung des richtigen Medikamentes kann lebensrettend sein. Wer jedoch sein „chemisches“ Glück in Tabletten sucht, übertreibt es wahrscheinlich.

··» Meditation «·· Hilfreich bei Störungen im Geist, dem Bewußtsein oder wie man es sonst bezeichnen will. Auch auf diesem Gebiet ist eine umfassende Ausbildung sehr nützlich und absolut lohnenswert.

··» Mediation «·· Konfliktbewältigung: Vermittlung zwischen zwei Konfliktparteien, die durch einen sogenannten Mediator erfolgt. Das Ziel ist eine selbstbestimmte, einvernehmliche und konkrete Regelung des Konfliktes.

 

Konflikte erfahren

Konflikte, die zwischen der Außenwelt und der eigenen Innenwelt auftreten oder Unstimmigkeiten, die es ja auch schon mal zwischen Körper und Geist geben kann, sind ganz natürliche Vorgänge, die wahrscheinlich so gut wie jede(r) aus eigener Erfahrung kennt.

» Das einzige Problem ist, richtig damit umzugehen. «

Um die Weisheit, die selbst in jeder Störung liegt, zu erkennen, bedarf es einer korrekten Vermittlung (= Mediation) zwischen dem Erlebnis, dem Vorgang des Erlebens und demjenigen, der diesen Vorgang erlebt.

Konflikte sind nicht immer zu vermeiden, aber sobald man sie als Lernprozesse auffassen kann, ist man fast direkt auf der „Gewinnerseite“ und akzeptiert sie einfach als spannende Prozesse, deren Erfahrung notwendig für jede Entwicklung ist.

 

Sitzen · Entspannt und aufmerksam

Entspannt aufrecht zu sitzen, dabei den Atem natürlich fließen zu lassen, während alle Gedanken frei wie Wolken am Himmel vorbeiziehen – niemand würde auf die Idee kommen Wolken festzuhalten – ist durchaus etwas Angenehmes.

In so einer Sitzposition, wie dem halben Lotussitz – mit rechtem Fuß auf dem linken Bein – zu sitzen und einfach mal alles so zu lassen, wie es eben ist, kann schon an sich sehr befreiend sein. Beide Knie sollten dabei den Boden berühren, dann ist es eine sehr stabile Sitzposition. Wer so nicht sitzen kann, nimmt einfach einen Stuhl.

Denn das Entscheidende sind nicht die verknoteten Beine, sondern innezuhalten und sich mal eine bewußte Pause vom „alltäglichen Rausch“ zu gönnen. Selbst kurze Auszeiten mit dieser einfachen Methode können zu einer entspannteren Grundhaltung führen.

Das ist keine Zeitverschwendung, sondern tatsächlich echte, freie Zeit: man läßt wirklich mal ein Stück Zeit frei von jeglicher Geschäftigkeit – ohne dabei an etwas festzuhalten.

  ··» Loslassen … eine (ent)spannende Aufgabe.
  ··» Aufgeben … eine (ent)spannende Lösung.

 

Was ist Meditation ?!

Es gibt viele gute Methoden, die zu Entspannung führen oder für ein besseres Wohlbefinden sorgen, deshalb aber noch nicht unbedingt als „Meditation“ bezeichnet werden müßten.

Der Begriff wird ja beinahe inflationär für alle möglichen Tätigkeiten mit ganz unterschiedlicher Zielsetzung verwendet. Häufig wird auch Kontemplation (tiefes Nachdenken) mit Meditation in ein- und denselben Topf geworfen, was ich auch nicht ganz passend finde.

Im Buddhismus hat Meditation ein sehr klar definiertes Ziel, welches der tibetische Lama Gendün Rinpoche mit einem einzigen kurzen Satz ebenso umfassend wie präzise ausgedrückt hat:

„Meditieren bedeutet, der wahren Natur aller Erscheinungen gewahr zu werden.“

Lama Gendün Rinpoche
Herzensunterweisungen eines Mahamudrameisters (S.137), Theseus-Verlag

Das hört sich zwar sehr einfach an, hat allerdings tiefe Bedeutung. Eine bessere und auf das Wesentliche konzentrierte Definition kann ich mir kaum vorstellen. Sie entspricht einem Geist, der nichts anderes zu verwirklichen beabsichtigt, als eine klare Sicht über die Beschaffenheit der Welt. Was nichts Unmögliches ist, sondern eine logische Möglichkeit!

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